Vorhang auf für den Österreichischen Film

Seit dem 01. August sind Hoanzl Filme auf CANAL+ verfügbar, für dich bedeutet das eine Fülle an österreichischen Filmen die du auf CANAL+ sehen kannst. Über den ganzen Monat hinweg kommen tägliche neue Highlights aus der österreichischen Filmlandschaft hinzu. Ein paar unserer lieblingsfilme findest du hier, natürlich gibt es bei uns noch viel mehr Unterhaltung Made in Austria auf CANAL+!

Plakat „Die Hölle

Platz 10: Die Hölle

Özge (Violetta Schurawlow) hat eine lange Nacht vor sich. Die Taxifahrerin ist so einiges gewohnt, betrunkene und asoziale Fahrgäste gibt es zur Fülle. Als Taxifahrerin musste Özge schnell lernen sich zu wehren, was ihr nicht sonderlich schwerfällt. Beim Start ihrer alltäglichen Nachtschicht wird sie aber zur Zeugin eines Mordes in ihrem Wohnhaus, Kommissar Steiner (Tobias Moretti) ermittelt. Wenig beeindruckt vom Elan der Ermittlung ist Özge auf sich allein gestellt, das ändert sich aber als der Mörder ihr auflauert. Ihre einzige Chance aus einer lebenden Hölle, gejagt von Kaltblütigen Mördern, zu kommen ist Kommissar Steiner, mit dem sie zusammen ein Netz aus Psychopathen ausbremsen muss.

Stefan Ruzowitzkys Action-Thriller ist wie eine Achterbahnfahrt die keine Stopps einlegt. Der Film bewegt sich Nonstop, für Verschnaufpausen ist, so wie für Özge und Steiner, keine Zeit. Im Laufe einer unglaublichen Nacht lernen wir die Charaktere kennen, erleben Actionszenen und fiebern bis zum Ende mit.

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    Genre: Thriller, Krimi

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    Jahr: 2017

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    Dauer: 92 Minuten 

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    Rating: 16+

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    Besetzung: Violetta Schurawlow, Tobias Moretti, Sammy Sheik, Friedrich von Thun, Robert Palfrader, Stefan Pohl, Verena Altenberger

Plakat „Projekt Ballhausplatz

Platz 9: Projekt Ballhausplatz

Sebastian Kurz war der jüngste Bundeskanzler Österreichs. Wie aus dem nichts gekommen Erlangten der Jungkanzler und die Gruppe um ihn herum die Kontrolle über das ganze Land. Politische Intrigen, Skandale und Affären und Gerichtsverhandlungen folgten. Das System Kurz hielt nicht lange, schaffte aber großen Schaden für Österreich und Europa. Heute noch spürt man die Überbleibsel der Ära Kurz, die genauen Hintergründe über den Aufstieg von Sebastian Kurz werden in dieser Doku beleuchtet.

Dokumentarfilmstar Kurt Langbein setzt seine Recherchefähigkeiten darauf an, das System Kurz aufzulösen. Durch Archivaufnahmen, Experteninterviews und Dokumente zeigt der Regisseur wie Kurz so schnell so viel Macht um sich konzentrieren konnte. Die Objektivität dieser Doku ist gezielt gewählt, da es sich hier um einen Politikskandal handelt. Die Zuschauer, also die Bürger des Landes, sollen die Informationen bekommen, ohne in eine politische Richtung gelenkt zu werden. Langbein zeigt, wie anfällig Österreich für so eine Machtübernahme ist und beweist einmal wieder, dass er das Medium der Dokumentation beherrscht.

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    Genre: Politik, Doku, 

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    Jahr: 2023

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    Dauer: 102 Minuten

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    Rating: 6+

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    Regie: Kurt Langbein

Filmplakat „Perla“ Rebeka Polakova als Perla und Camren Diego als Julia, die sich im Arm halten, der Hintergrund ist Rot, der Titel ist links zu sehen.

Platz 8: Perla

1981 Wien. Perla, alleinerziehende Mutter und Künstlerin im Exil, lässt nichts unversucht, um ihre begabte Tochter Julia zu unterstützen. Als Andrej, Julias Vater, aus dem Gefängnis entlassen wird und Perla verkündet er sei todkrank, muss diese in die kommunistische Tschechoslowakei reisen, wo nichts so ist wie es scheint. Perla trifft eine gefährliche Entscheidung nach der anderen, die ihre Zukunft mit ihrer Tochter Julia ins Wanken bringt.

Perla ist ein herzzerreißender Film, der mit seinem Auge fürs Detail punktet. Regisseurin Alexandra Makarova hat eine eindeutige Vision für den Film, der sich in jeder Facette widerspiegelt. Rebeka Polakova und Simon Schwarz liefern als Paar eine wunderbare Darstellung, die Strapazen die ihre Beziehung über den Film hinweg erleiden müssen, bieten ihnen Stoff, den sie erkunden können.

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    Genre: Drama

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    Jahr: 2025

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    Dauer: 108 Minuten

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    Rating: 12+

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    Besetzung: Rebeka Poláková, Simon Schwarz, Noël Czuczor, Carmen Diego, Hilde Dalik, Grazyna Dylag, Ivan Romančík, Zuzana Konečná, Ingrid Timková

Plakat

Platz 7: The Village Next to Paradise

Somalia, ein abgelegenes Dorf. Mamargarde kämpft sich als alleinerziehender Vater mit seinem Sohn Cigaal durch. Seine Schwester Araweelo zieht nach ihrer Scheidung zu den beiden, im Alltagschaos von Mamargarde und Araweelo wird Cigaal, und insbesondere sein Talent, oft übersehen. Jedes Familienmitglied ringt mit eigenen Problemen, die jeweiligen Ziele des einzelnen liegen Welten voneinander. Durch Liebe, Zuversicht und Vertrauen schmieden sie sich, trotz ihrer Unterschiede, zusammen einen Weg.

Die Stärke des Films liegt in der realistischen Darstellung der Situation, in der sich die zentralen Protagonisten befinden. Jeder kennt das Gefühl, andere Ziele als der Rest der Familie zu haben, eigene Probleme zu haben, die oft ignoriert werden. Genauso kennt man das Gefühl trotz Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten durch Liebe jede Krise überdauern zu können. Besonders an diesem Film sind auch die Darsteller, anstatt erprobte Schauspieler zu nehmen, setzt Regisseur Mo Harawe Laiendarsteller ein, die die Charaktere bestens verstehen, denn die Handlung spielt ihr Leben wieder.

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    Genre: Drama

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    Jahr: 2024

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    Dauer: 133 Minuten

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    Rating: 6+

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    Besetzung: Ahmed Ali Farah, Anab Ahmed Ibrahim, Ahmed Mohamud Saleban, Axmed Cabdillahi Ducaale, Maxamed Xaaji Cabdi Faarax, Maxamed Axmed Maxamed, Maxamed Maxamuud Jaamac

Platz 6: Club Zero

Ms Novak ist Lehrerin und Ernährungsberaterin an einem britischen Eliteinternat. Was als harmloser Stuhlkreis, indem über gezielte Ernährung geredet wird, beginnt wird schnell zu einem Ernährungskult. Das Ziel der Sekte ist dem Essen den Rücken zuzukehren. Der Geheime „Club Zero“ wird für fünf Schüler der einzige Lebensinhalt, sie entfernen sich immer mehr von ihren Familien und jeder Kontakt außerhalb des Club Zero wird durch die manipulative Ms Novak minimiert.

Club Zero ist ein Psychodrama über Kulte. Die Anhänger, aber auch die Initiatoren werde unter die Lupe genommen. Das Thema des Club Zero, Essen, ist treffend gewählt. Dadurch wird apparent das es bei einem Kult nie wirklich um die Versprechungen der Sekte gehen, sondern um manipulative Taktiken, die Zusammenhalt symbolisieren sollen. Die Mitglieder des Club Zero werden nie ohne Essen auskommen, darum geht es auch nicht, Ms Novak übt Kontrolle auf ihre Lemminge aus, die sich von allem entfernen und nur auf ihr Wort hören.

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    Genre: Drama, Thriller

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    Jahr: 2023

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    Dauer: 110 Minuten 

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    Rating: 12+

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    Besetzung: Mia Wasikowska, Sidse Babette Knudsen, Elsa Zylberstein, Lukas Turtur, Mathieu Demy, Amir El-Masry, Ksenia Devriendt, Luke Barker, Florence Baker, Samuel D Anderson, Gwen Currant

Plakat „Favoriten“ im Stil einer bunten Zeichenstiftmalerei, eine Frau ist zu sehen, dder Hintergrund teilt sich auf diverse Farben auf, der Titel ist zu sehen.

Platz 5: Favoriten

Ruth Beckmann begleitet eine engagierte Volksschullehrerin und ihre Klasse an einer Volksschule in Favoriten 3 Jahre lang. Probleme im Schulsystem, die Perspektive der Kinder und die Belastung der die Lehrkräfte in einem unterfinanzierten, veralteten System ausgesetzt sind, werden durch die Augen der beteiligten Wahrgenommen.

Beckmanns sensibler Film verzichtet auf eine Erzählerstimme, die die Handlung vorantreibt. Sie bildet die Realität ab wie sie stattfindet, keine Inszenierung, keine vorbereiteten Interviews im Expertensetting. Die beinharten Tatsachen werden so dargestellt, wie sie passieren, die Kamera fängt sie nur ein. So erhalten wir einen ungefilterten Blick in Themen, über die jeder eine Meinung hat: Migration und Bildung. An den Kindern merken wir, wie viele Problemthematiken oft auch von ihrer Umgebung weitergegeben werden, anstatt aber zu verurteilen, schafft die Regisseurin es Mitgefühl und Verständnis zu vermitteln. Man hört den Kindern genau zu, und versucht einen Weg zu finden, wie man unterschiedliche Meinungen wertfrei austauschen kann. Der Böse Fremde, den viele in solchen Themen sehen, wird zu einer Person aus Fleisch und Blut, die Unterschiede, die man sonst verurteilt, werden in einer neuen Perspektive dargestellt.

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    Genre: Bildung, Doku, Politik

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    Jahr: 2024

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    Dauer:  118 Minuten

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    Rating: 6+

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    Host: Ilkay Idiskut

Plakat „Waldheims Walzer

Platz 4: Waldheims Walzer

Kurt Waldheim, ehemaliger UN-Generalsekretär, stellt sich 1986 als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten auf. Seine Geschichte mit der nationalsozialistischen Partei und der Wehrmacht lässt er, wie ganz Österreich damals, geschickt aus. Als seine Mitwirkung im Zweiten Weltkrieg – er war Teil eines Militärkommandos, das griechische Juden deportiert hat – an die Öffentlichkeit kommt, verstrickt er sich in ein Netz von Lügen. Das Land spaltet sich, in Walheim Befürworter und Gegner, Proteste mitten in Wien breiten sich aus. Auch Ruth Beckmann beteiligt sich an diesen Protesten, durch ihr eigenes Bildmaterial und einen Blick auf die Geschichte zeigt sie wie medial Kämpfe ausgetragen werden, wie Fakten verdreht werden und wie Österreich sich erstmals mit seiner Rolle im Zweiten Weltkrieg kritisch befasste.

Besonders sehenswert ist der Film durch seine persönliche Note, Regisseurin Beckmann war selbst Teil der Anti-Waldheimbewegung und sammelte schon damals Bildmaterial. Durch ihre Erfahrungen, Archivmaterial und Berichte können wir aus heutiger Sicht parallelen setzten und uns kritischer mit Österreichs Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg auseinandersetzten.

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    Genre: Politik, Geschichte, Doku

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    Jahr: 2018

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    Dauer: 93 Minuten 

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    Rating: 12+

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    Regie: Ruth Beckmann

Plakat „Die Wunderübung“, Erwin Steinhauer als Eheberater Harald in einem Roten Anzug, hält sich verzweifelt die Hände am Kopf, der Titel ist rechts von ihm dargestellt.

Platz 3: Die Wunderübung

In „Die Wunderübung“, basierend auf dem gleichnamigen Stück von Daniel Glattauer, will das Ehepaar Dorek, bestehend aus Mann Valentin (Devid Striesow) und Frau Joana (Aglai Szyszkowitz), einen letzten Versuch starten ihre Ehe zu retten. Die Paartherapie bei Eheberater Harald (Erwin Steinhauer) soll es richten. Das sture Paar gibt sich unwillig, dem Eheberater bleibt nichts andere übrig als unkonventionelle Methoden anzuwenden.

Dieses witzige Charakterdrama spielt fast ausschließlich in einem Raum, dem Therapiezimmer, in dem die Eheberatung stattfindet. Die Dialoge und die hervorragende schauspielerische Leistung fesseln das Publikum, man will das enge Therapiezimmer gar nicht verlassen. Die Absurdität der Therapieübungen, die kleinen und großen Streitereien des Ehepaars und die exzentrische Art des Eheberaters halten die Neugier, auf das was als Nächstes kommt, aufrecht.

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    Genre: Komödie, Drama

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    Jahr: 2018

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    Dauer: 90 Minuten 

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    Rating: 12+

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    Besetzung: Aglaia Szyskowitz, Devid Striesow, Erwin Steinhauer

Plakat „Die Fälscher

Platz 2: die Fälscher

Salomon Sorowitsch (Karl Marcovics) ist der König der Ganoven in der Berliner Unterwelt der 1930er Jahre. Als Dokumentenfälscher genießt er sein Leben ohne Verantwortung auf Partys und Hinterhöfen. Sein Glück läuft aber aus, er wird verraten, verhaftet und in ein KZ gesteckt. Anstatt nach seinen Regeln zu leben, geht es für ihn jetzt nur noch ums Überleben. Im KZ wird er für eine Nazi-Geheimoperation rekrutiert, er soll als Fälscher ausländische Devisen drucken, um die Volkswirtschaft der Kriegsgegner zu sabotieren. Für die Fälscher gibt es saubere Baracken, weiche Betten und ausreichend Essen, sogar Festivitäten sind erlaubt. Beim Versagen droht jedoch der Tod. Für Salomon und seine Truppe stellt sich aber nicht nur die Frage über ihr eigenes Überleben; helfen sie den Nazis den Krieg zu gewinnen sind sie mitverantwortlich für den Tod unzähliger anderer Unschuldiger. Sind sie bereit das Schicksal anderer für ihr eigenes Überleben zu opfern?

Stefan Ruzowitzky inszeniert ein ruhiges, realitätsnahes Holocaustdrama. Unsere zentrale Figur beginnt an der Spitze, er ist ein reicher Fälscher, der das Leben in allen Zügen genießt. Durch seine Verhaftung und Einlagerung in ein KZ erleben wir das Grauen des Zweiten Weltkriegs mit, die Dehumanisierung, die Folter, die Hoffnungslosigkeit. Die Fälscheraktion wirkt zunächst wie eine kleine priese Hoffnung, da die unmittelbaren Lebensumstände sich marginal verbessern. Das bewegende am Film ist aber der Wille und der Geisteszustand der Figuren. Salomon ist immer nur auf sich selbst bedacht, die Chance durch die Arbeit mit den Nazis zu überleben für ihn ein attraktives Angebot. Seine Zeit im KZ, und besonders der Kampfgeist seiner Fälschertruppe, verändern ihn jedoch. Nicht nur der Konflikt mit den Nazis, sondern Salomons innerer Konflikt, sowie der mit seinen kampfbereiten Mitfälschern, macht diesen Film zu so einem interessanten Charakterdrama. Die Spannung steigt nicht durch Actionsequenzen, sondern durch die innere Welt der Figuren.

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    Genre: Drama, Krieg, Geschichte

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    Jahr: 2008

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    Dauer: 99 Minuten 

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    Rating: 18+

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    Besetzung: Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow, Martin Brambach, August Zirner, Veit Stübner, Sebastian Urzendowsky, Andreas Schmidt, Tilo Prückner, Lenn Kudrjawizki, Marie Bäumer, Dolores Chaplin, Arndt Schwering-Sohnrey

Platz 1: Toni Erdmann

Der pensionierte Musiklehrer Wilfred (Peter Simonischek) lebt allein mit seinem Hund zusammen, seine Tochter Ines (Sandra Hüller) sieht er noch kaum. Ines ist eine Karrierefrau, die für ihren Job die Welt bereist, Meetings, Budgetpläne und E-Mails diktieren ihren Alltag. Für ihren Vater, mit seinem schrägen Humor und lockeren Lebenseinstellung, ist in ihrer Welt kein Platz. Nach dem Tod seines Hundes beschließt sich Wilfred seine Tochter spontan, wichtiger aber, unangekündigt, in Rumänien zu besuchen. Wenig erfreut über diese Tatsache, gibt sie ihr Bestes ihren Vater zu inkludieren, die Lebensstile der beiden, die nicht verschiedener sein könnten, kollidieren aber aneinander. Wilfreds scherze, lockere Aufmachung und die Kritik an ihrem leistungsorientiertem leben führt zum Streit, Wilfred soll Bukarest verlassen. Stattdessen verwandelt sich der lebenslustige Wilfred in sein Alter Ego Toni Erdmann (samt Perücke, schiefem Gebiss und billig Anzug), der als Coach Ines Berufsleben vorantreiben soll. Ines willigt überraschend ein, die beiden merken, dass sie nicht nur trotz, sondern aufgrund ihrer Differenzen miteinander auskommen können.

Maren Ades Meisterwerk über eine Vater-Tochter Beziehung bietet Herz, Humor und tiefe Kommentare über das Leben und wie wir es leben. Die Kameraführung orientiert sich an dem aus dem Dokumentarfilm Bereich bekannten „Fly on the Wall“ Stil, man fühlt sich, als würde man mit den Figuren im Raum stehen und beobachtet das Geschehen als stiller Betrachter mit. Der Konflikt zwischen Ines und Wilfred fühlt sich real an, man kann sich in beide gut hineinversetzten und verfolgt mit Spannung den Verlauf ihrer Geschichte. Mit brisantem Humor zeigt Wilfreds Alter Ego Toni Erdmann wie ernst wir uns oft selbst nehmen und wie lächerlich viele Prozeduren im Alltag in Wahrheit sind. Tonis gleich mutige sowie extremen Aktionen bringen Ines in die ein oder andere Situation, in der man mitfühlen, aber auch über ihr Leid lachen kann. Die gegensätzlichen Lebensstile der beiden Protagonisten bieten neben dem Humor essenzielle Kommentare über das moderne Leben. Ist der leistungsorientierte Weg von Ines der richtige Weg oder der Lebensfrohe, lockere von Wilfred?

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    Genre: Tragikkomödie, Drama 

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    Jahr: 2016

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    Dauer: 160 Minuten

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    Rating: 18+

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    Besetzung: Sandra Hüller, Peter Simonischek, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Trystan Pütter, Hadewych Minis, Lucy Russell, Ingrid Bisu, Vlad Iwanov, Victoria Cociaş, Ingrid Burkhard

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