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Tim Curry ist tot

Der britische Kultschauspieler Tim Curry ist tot, er wurde 80-Jahre alt. Bekannt aus „The Rocky Horror Picture Show“ oder der Fernsehadaption „IT“ , spielte Curry im Theater, auf der großen Leinwand und verlieh seine Stimme unzähligen Charakteren in Animationsfilmen. 2012 erlitt er bereits einen Schlaganfall, seitdem zog er sich aus dem Rampenlicht zurück. Seine Managerin und enge Freundin bestätigte den Medien gegenüber das Ableben des einzigartigen Stars.

Butler und Bösewichte. So hat Tim Curry seine Rollen selbstironisch oft beschrieben. Wie für viele Schauspieler aus Europa bleiben für ihn nur die Schurken oder bediensteten übrig, mit britischem Akzent mimte er Mordende Clowns, treue Butler und hinterlistige Manipulanten. Im Theater und in Animationsprojekten spielte er auch Hauptrollen, die positives bewirken. Exzentrische Rollen waren sein Markenzeichen, durch aufwändige Kostüme, Maskenbild und Körpersprache zeigte er immer wieder, warum er ein Meister des Fachs war. Außerhalb der Bühne hat er das Rampenlicht vermieden, er hielt sein Privatleben im Dunkeln und gab selten Interviews, sprach noch seltener über sein Leben abseits der Bühne.

Geboren wurde er 1946 in Cheshire, England. 1968 macht er seinen Uni-Abschluss an der University of Birmingham, bereits kurz danach folgt seine erste Rolle am Theater in der West End Produktion von „Hair“. Dort lernt er Richard O‘ Brien kennen, den Autor der „Rocky Horror Picture Show“. Das Stück war damals noch in Entwicklung, Curry hilft die Rolle, die ihn berühmt machen wird, mitzuschreiben. Er spielte das Stück auf kleinen Bühnen und folgte der Produktion, als sie größere Theater bespielte. In der Verfilmung mit Susan Sarandon und Barry Bostwick im Jahr 1975 spielt er ebenfalls die Rolle, die er im Theater bekannt gemacht hat.

Nach seinem Erfolg mit der Rocky Picture Horror Show wollte er beweisen, dass er mehr kann als nur den Exzentriker zu spielen. In „Annie“ spielt er den Bösewicht Rooster Hannigan, der die Titelfigur Annie zusammen mit seiner Schwester entführen will. In der ABC-Fernsehadaption des Stephen King Buchs „IT“ spielt er Pennywise den Clown, eine seiner bekanntesten Rollen. Curry ist als mörderischer Clown gar nicht wiederzuerkennen, er improvisiert häufig seinen Dialog und spielt die Theatralik von Pennywise mit Bravour. 

Theater, Film und Fernsehen: eine erfolgreiche Karriere

Im Theater übernahm er Rollen wie Amadeus Mozart - gegenüber von Ian McKellen als Salier - den Alkoholiker und Schauspieler Alan Swann oder King Arthur in einem Stück welches auf den Monty Phyton Film „Die Ritter der Kokosnuss“ basiert. Für diese Leistungen wurde er für insgesamt 3 Tonys nominiert, im Laufe seiner Karriere spielte Tim Curry in unzähligen Theaterproduktion mit.

Hollywood gab ihm Rollen in Filmen wie „Clue“, „Die Jagd auf Roter Oktober“ oder „Kevin Allein in New York“. „Clue“ basiert auf dem bekannten Brettspiel, Currys Rolle war die des Butlers der Versucht den Mord aufzuklären. In „Die Jagd auf Roter Oktober“ spielte er eine ernstere Rolle gegenüber von Sean Connery, „Kevin Allein in New York“ gab ihm die Möglichkeit seine humorvolle Seite wieder zum Vorschein zu bringen.

Im Fernsehen spielte er William Shakespeare, kurz darauf mimte er in der Horror-Serie „Tales From the Crypt“ eine mörderische Familie (er übernahm jeder Rolle in der Familie) und wurde dafür für einen Emmy nominiert. In Krimiserien wie „Monk“ oder „Psych“ spielte er Schurken, die sich den Ermittlern in den Weg stellen. In „Criminal Minds“ war er über 2 Folgen ein Serien-Killer, für „Star Wars: The Clone Wars“ übernahm er die Stimme von Palpatine.

Ein Leben neben der Bühne

1980 versuchte er sich ebenfalls als Musiker, er nahm drei Rock-Alben auf und ging sogar auf Tour. Ein Grammy für die Musik blieb ihm aus, ergattern konnte er aber trotzdem einen durch seine Arbeit an der Audiobuchreihe der „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“  Bücher von Lemoney Snicket.

Nach seinem Schlaganfall 2012 wechselte er überwiegend auf Sprecherrollen in Animationsprojekten. 2024 war er für den Film „Stream“ wieder vor der Kamera zu sehen, dies wurde zum letzten Projekt seiner Karriere.

In Los Angeles war er dafür bekannt Häuser zu kaufen und zu renovieren. Seine Liebe zur Gärtnerei, die er von seinem Vater hatte, war neben den Häusern ein weiteres Markenzeichen des Briten. Er spielte vom Theater bis zum Kino in Meisterwerken mit, schuf großartige Musik und scherzte mit weltbewegenden Figuren wie Prinzessin Diana. Über die Verbindung die Fans zu seiner Arbeit aufgebaut haben, war er besonders stolz, er war immer froh zu hören eines seiner Werke hat jemanden zutiefst berührt und deren Leben verändert.