Ohne Filter – Folge 10

Zwischen Nationalpark und Nationalteam: Wie die USA auf die Fußball-WM blicken

Episodenbeschreibung

Ein Roadtrip quer durch den amerikanischen Westen, ein Public Viewing im legendären Coliseum von Los Angeles und ein Nationalteam, das nach 28 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft steht: Im WM-Spezial von „Ohne Filter“ liefert Kicker-Reporter Harri Hofstetter Eindrücke aus erster Hand – und ein überraschend differenziertes Bild davon, was diese WM für das Gastgeberland wirklich bedeutet.

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#10 Vorschlag 1: Roadtrip statt Rasenplatz

Das erwartet dich in der Folge

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    WM-Stimmung in den USA zwischen Begeisterung und Gleichgültigkeit

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    Warum viele Amerikaner vom „FIFA World Cup“ statt von Soccer sprechen

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    Public Viewing in Los Angeles und die besondere US-Sportkultur

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    Schottische Fan-Euphorie als Vorbild für Österreichs WM-Rückkehr

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    Rangnicks Vertragsverlängerung und der Auftakt gegen Jordanien

Transkript der Folge

Servus nach Santa Barbara: Ankommen im WM-Camp

Johnny Hofer: Ihr habt vielleicht Taylor Swift, aber wir haben Gregoritsch – unseren kalifornischen Sonny Boy mit einem linken Pratzerl zum Verlieben. Servus nach Santa Barbara, Gregorl.

Michael Gregoritsch: Servus zurück nach Wien, guten Morgen!

Johnny Hofer: Gerade erst aufgestanden – und passend dazu, lieber Gregorl, hast du heute einmal die Ehre, dass du zum Einstieg in unseren Podcast Fragen gestellt bekommst. Wie trinkst du deinen Kaffee in den USA?

Michael Gregoritsch: Wir haben uns frühzeitig darum gekümmert, eine Siebträgermaschine mitzunehmen, und dementsprechend haben wir perfekten Espresso in der Früh, mittags – und am Abend eher nicht mehr. Außer ich muss den Jetlag ein bisschen überwinden.

Johnny Hofer: Breakfast Muffin oder Eggs Benedict?

Michael Gregoritsch: Dann nehme ich den Breakfast Muffin, der hat weniger Kalorien.

Johnny Hofer: Meer oder Pool?

Michael Gregoritsch: Ich bin eher der Poolgeher, weil es am Meer so lange dauert, bis die Füße wieder sauber sind und der ganze Sand weg ist. Also lieber duschen.

Johnny Hofer: Und Fußball oder Golf? Ich weiß, das ist prinzipiell eine schwierige Frage für dich.

Michael Gregoritsch: Prinzipiell schwierig, aber es ist trotzdem noch immer Fußball – und das ist gut so.

Begrüßung und neue Konstellation

Johnny Hofer: Herzlich willkommen zu unserem Ohne-Filter-WM-Spezial, heute in einer neuen Konstellation – zumindest für die Dauer der Weltmeisterschaft. Ich bin nicht alleine, sondern ich habe mir Verstärkung vom Kicker dazugeholt. Harri Hofstetter, unser rasender Reporter, wird uns während der WM unterstützen und den Gregoritsch bestmöglich ersetzen. Ersetzen ist eigentlich schwierig, aber ich freue mich auf alle Fälle, Harri, dass du mit dabei bist. Servus!

Harri Hofstätter: Servus Johnny, vielen Dank für die nette Einladung und für die nette Begrüßung. Ich tue mein Bestes, aber natürlich den Stürmer der Nationalmannschaft zu ersetzen, wird relativ schwer.

Johnny Hofer: Absolut. Harri, du bist – für alle, die dich nicht kennen – schon lange im Journalismus tätig. Du bist eigentlich einer, der schreibt. Jetzt werden wir sehr viel reden über die kommenden Wochen, beziehungsweise zumindest einmal über die Gruppenphase, hoffentlich über die Gruppenphase hinaus. Wie hast du denn jetzt deine Zeit verbracht, seit du in den USA bist?

Roadtrip durch den Westen der USA

Harri Hofstätter: Also ich bin schon am 29. Mai rübergeflogen nach Denver. Nach Denver deshalb, weil ich mir dort von einem guten Freund das Auto ausborgen durfte für die nächsten sieben bis acht Wochen. Und das war der Grund, warum ich in Colorado begonnen habe. Ich habe dann einen Roadtrip gestartet durch Colorado, die Nationalparks, über Utah, Nevada, Las Vegas an die West Coast. War dann beim Team einen Tag in Santa Barbara, in L.A. Am Öffnungstag der Amerikaner habe ich das Spiel der Amerikaner beim Public Viewing verfolgt, im Coliseum, in dem altehrwürdigen Olympiastadion von 1932 und 1984. Das war ein ziemlich eindrucksvolles Erlebnis. Es waren 20.000 Leute dort, die Stimmung war Wahnsinn. Die Sicherheitsvorkehrungen waren auch Wahnsinn – wahrscheinlich nicht so schlimm wie im SoFi Stadium, wo das Match war, aber durchaus. Ich bin jetzt gerade in der Big Sur Lodge, das ist im Big-Sur-Nationalpark an der West Coast, direkt am Meer, am Highway 1. Wunderschön. Aber wie ihr im Hintergrund seht, habe ich mit der Internetverbindung ein bisschen improvisieren müssen. Ich bin da im Conference Center der Big Sur Lodge. Das ist der einzige Raum, in dem auch nur annähernd Internetempfang ist – und ich habe dafür nur eine notdürftige Beleuchtung. Mit einem Holzluster habe ich da ein bisschen Licht gemacht. Es sitzen ein paar Leute um mich herum, die mich seit mehreren Minuten fassungslos anschauen. Aber sonst geht es mir gut und ich bin froh, dass wir eine Verbindung zusammengebracht haben.

Johnny Hofer: Es wirkt aktuell noch ein bisschen mehr so, als ob du dich mit Bären herumschlagen würdest, als dass dich die Fußballweltmeisterschaft so richtig beschäftigen könnte.

Harri Hofstätter: Ja, ich muss sagen, das Motto der ersten zwei Wochen von dem Trip war: Natur, richtig viel Natur, viele abgelegene Ortschaften. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die eigentlich relativ wenig mit der WM zu tun haben, und war dann, wie gesagt, nur den einen Tag beim Team. Jetzt bin ich aber schon wirklich gespannt auf den Auftakt und darauf, wie sich die Österreicher im ersten Spiel schlagen. Nach dem ersten Spiel fahre ich gleich weiter nach Dallas. Ich werde die komplette Runde der Österreicher durch die Vorrunde mit dem Auto begleiten, was eine ziemliche Challenge wird. Ich habe schon einigen Respekt vor den Distanzen bekommen in den letzten zwei Wochen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es sich ausgehen wird – sowohl mit dem Aufstieg der Österreicher als auch mit dem rechtzeitigen Ankommen von mir in Dallas und in Kansas.

Fußball abseits der WM-Städte

Johnny Hofer: Das hast du bislang ganz gut hinbekommen, da habe ich volles Vertrauen, dass dir das ausgehen wird. Sag, gehen wir noch einmal ganz zum Beginn: Du warst in den abgelegensten Gebieten der USA und hast dich da auch mit Menschen ausgetauscht. Spielt Fußball in Städten, in denen jetzt nicht gespielt wird, überhaupt eine Rolle? In San Francisco zum Beispiel spielt er ja auch keine große Rolle – wobei man dazusagen muss, das Stadion ist gar nicht in San Francisco, sondern wesentlich weiter südlich, rund um San Jose, das Levi's Stadium beziehungsweise das Bay Area Stadium, wie es jetzt für die WM heißt. Aber wie war das im Outback, wo du unterwegs warst? Ist Fußball da überhaupt ein Thema?

Harri Hofstätter: Das wissen sie schon, das wissen sie. Die meisten wissen, dass es ein Sport ist, der sie nicht interessiert. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen. Die Grundaussage in Denver beziehungsweise in Colorado war, dass die Leute eigentlich ziemlich beleidigt gewirkt haben, dass Denver kein Austragungsort der WM wurde. Die Kernaussage war immer: Sie verstehen nicht, warum überall gespielt wird, nur nicht in Denver. Und wenn überhaupt, schauen sie es sich im Fernsehen an, aber die Karten sind viel zu teuer. In Colorado war die Grundstimmung also eher negativ. Dann ist es in Utah und Richtung Las Vegas schon viel besser geworden. Da war doch der eine oder andere Soccer-Fan dabei, mit dem ich gesprochen habe. Aber gerade rund um Vegas war alles auf Eishockey fokussiert – NHL, Stanley-Cup-Finals, die Vegas Knights spielen da noch im Finale. Das ist absolut Nummer eins. Aber da haben die Leute schon gewusst, es geht bald los. Das US-Team wird wahrscheinlich nicht Weltmeister werden, aber sie sind zuversichtlich. Vom Team Austria haben sie nichts gewusst, sie haben auch David Alaba nicht gekannt. Und jetzt, Richtung West Coast, ist es schon viel besser geworden. Hier spürt man schon richtig Fußballfieber, in L.A. sowieso.

Stimmen kanadischer Fans

Johnny Hofer: Interessant – also so zwischen Hockey und Fußball.

Harri Hofstätter: Viele Leute sind sehr gespannt, besonders meine Freunde, die nie in ihrem Leben Fußball gespielt haben. Sie reden mit mir, weil der World Cup in der Stadt ist, sie schauen sich Games an und so weiter. Ich bin gespannt, ob sich die Menschen hier dafür interessieren. Für mich persönlich bin ich sehr gespannt – ich weiß auch nicht viel über den weltweiten Soccer. Die FIFA-WM ist in Vancouver Thema, und sie sind ziemlich aufgeregt. Aber sie sind keine großen Fußballer, ehrlich gesagt. Wir sind Kanadier, und wenn das Wetter schön genug ist, ist Fußball schön – oder ein Motorrad. Was weiß ich über das österreichische Fußballteam? Das ist eine tolle Frage. Ich weiß nicht viel über das österreichische Team. Ich weiß deutlich mehr über andere Länder in Europa. England ist groß, die Liga ist ein großer Teil in den USA. Aber die einzige Verbindung, die ich zu Österreich habe: Einer aus einem meiner Teams ist Österreicher – einer der nettesten Menschen, die ich je getroffen habe.

Star-Faktor und der Stellenwert von Soccer

Johnny Hofer: Am besten hat mir der Bauer gefallen, der gesagt hat, eigentlich sollte er gar nicht da sein, weil er ja Bauer ist und extrem viel zu tun hat – aber er liebt Hockey, Fußball stellt er hintenan. Der junge Kicker dagegen war, finde ich, ganz interessant. Obwohl sein Wissen über Österreich letztlich nicht einmal rudimentär war, interessiert er sich zumindest für Fußball, war mein Eindruck. Der spielt ja selber am College.

Harri Hofstätter: Absolut. Er hat dann auch Off-Record gemeint, dass er vielleicht überlegt, in Wien zu studieren. Und ich habe ihm ein paar gute Clubs genannt, bei denen er vorspielen soll. Er ist schon fußballinteressiert. Aber natürlich, die Superstars von Brasilien, Spanien, Frankreich sind immer ein Begriff. Ein Tim Austscher dagegen muss sich erst durch hoffentlich hervorragende Leistungen auf die große Bühne bringen.

Johnny Hofer: Ich glaube, dass das auch ein Thema sein kann. Wenn wir uns an die vergangenen Endrunden zurückerinnern – David Alaba war 2024 verletzt, aber 2016 zum Beispiel, als er komplett in seiner Prime war, da hat ihn wirklich jeder Fußballfan der Welt gekannt. Gerade bei den USA habe ich den Eindruck, dass viele jetzt sehr unmittelbar Wissen aufsaugen. Wenn dann bei einer Nation wie Österreich der größte Name im Vereinsfußball keine so große Rolle spielt, ist das vielleicht dem Gesamtimage gar nicht so zuträglich. Wie schätzt du das ein?

Harri Hofstätter: Ja, die Frage ist, ob wir das überhaupt richtig eingeschätzt haben, dass David wirklich auf der ganzen Welt bekannt war – auch in seiner Prime. Ich glaube, es beschränkt sich, wenn man ganz Amerika hernimmt oder den durchschnittlichen Soccer-Fan, doch auf die 10 bis 20 globalen Superstars. Den Rest verfolgen sie eher oberflächlich. Was ich auch herausgefunden habe: Soccer ist in den USA nach wie vor ein klassischer Highschool- und College-Sport, der auch im Park und teilweise selbst betrieben wird. Aber im Vergleich zu den Top-Ligen wie NHL, NBA, NFL und vor allem Baseball führt er nach wie vor ein Stiefmütterchendasein – trotz Messi und vieler anderer Stars, die in der Major League Soccer angedockt haben. Das ist ein sehr weiter Weg für den Fußball in den USA, und ich glaube, noch weiter, als wir das in Europa einschätzen.

FIFA als Marke – größer als der Sport

Johnny Hofer: Was ich auch interessant gefunden habe, bei den zwei Vegas-Knights-Fans: Da hat einer gesagt, er wisse nicht, dass der Soccer World Cup stattfindet, aber der FIFA World Cup komme ja in die USA. Da geht es ja allein schon um die Begrifflichkeit. Ich habe mit einigen Amerikanern gesprochen – FIFA ist so extrem präsent, weil das überall propagiert worden ist. Aber manche Menschen wissen meiner Einschätzung nach fast gar nicht, dass das Fußball ist, also Soccer. Nicht Football – das darfst du nicht sagen, dann werden sie fast böse. Das ist so schräg, dass die Marke FIFA größer ist als der Sport.

Harri Hofstätter: Ich glaube, das ist auch tief in der Kultur verwurzelt, wie sie Sport mitverfolgen. Es geht ja nicht um Basketball, sondern um die NBA; nicht um Baseball, sondern um die MLB, die NHL, die NFL. Und genauso steht für sie FIFA für den World Cup. Dass es dabei um Fußball oder Soccer geht, ist im Prinzip klar, aber der Name ist eben mit der Organisation verbunden. Das haben sie von der NFL und der NBA eins zu eins übernommen. Und generell – das habe ich in vielen Gesprächen herausgefunden – ist die Art und Weise, wie die US-Leute Sport aufnehmen, im Fernsehen oder live im Stadion, eine ganz andere als bei uns. Da geht es um den Event-Charakter, um das Rundherum, um die Superstars, die Geschichten, die Märchen. In Europa hast du mehr die Fanszene, die Ultras – und auch alle Probleme, die damit einhergehen. Darüber lachen sie in den USA eigentlich, das amüsiert sie sehr, gerade im Bereich Hooligans, Ultras und Gewalt im Stadion, weil sie sich das überhaupt nicht vorstellen können. Sie verfolgen den Sport komplett anders als wir. Es ist echt schwer, sich da gegenseitig hineinzudenken, weil das einfach eine Kultursache ist. Und ob sich das jemals ändern wird, weiß ich nicht.

Das Stadion als Food Court

Johnny Hofer: Ich bezweifle es ein bisschen. Ich war heute beim Major League Baseball und habe mir Giants gegen die Cubs aus Chicago angeschaut. Und gefühlt ist das beim Baseball wirklich so: Das ist ein Food Court. Das klingt jetzt alles so wunderlich, weil wir das alles auch nicht kennen, das ist nicht unsere Realität. Aber ein Baseballstadion wirkt wie ein Food Court, in dem nebenbei noch ein Sport ausgeübt wird. Während der Partie ist derartig viel los, weil es unglaublich viele Essensstände drinnen gibt und ein wahnsinniges Angebot herrscht. Gerade beim Baseball ist es mehr ein Event als eine Sportveranstaltung. Obwohl – ich würde niemals behaupten, dass Baseball ein einfacher Sport ist, das ist Hochleistungssport, das müssen wir nicht ausdiskutieren. Aber so, wie sie hier Sport konsumieren und verstehen, ist es einfach eine komplett andere Realität. Ich habe es faszinierend gefunden, welches Angebot an Speisen dir da in einem Stadion kredenzt wird, in dem du eigentlich glaubst, du bist in einer Fresshalle.

Harri Hofstätter: Definitiv. Was ich beim Public Viewing im Coliseum in L.A. mitgekriegt habe: Da hattest du auch dieses ganze Angebot rundherum, und sie hatten rund ums Stadion von jedem Teilnehmerland einen Imbissstand aufgebaut. Unvorstellbar – da waren 20, 30 Imbissstände, wo du südafrikanische, US-amerikanische, kanadische Spezialitäten bekommst und so weiter. Einen Österreich-Stand habe ich skandalöserweise nicht gefunden – keine Käsekrainer, keine Hotdogs oder sonst irgendetwas. Aber da hast du auch gemerkt: Das waren die Soccer-Fans. Während des Spiels – die Amerikaner haben gegen Paraguay gespielt – wäre niemand von den Leinwänden weggegangen. Die haben sich das wirklich von Minute eins bis 45 und dann von 46 bis 97 angeschaut, und erst dann sind sie rausgegangen, etwas trinken oder essen. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen den US-Soccer-Fans und den anderen Sportfans, das betonen sie auch immer wieder. Die Soccer-Fans sind eine eigene Community im US-Sportsystem, und darauf sind sie auch stolz.

Johnny Hofer: Aber du merkst auch: Jetzt sind die NBA-Finals zu Ende gegangen, und selbst im weit entfernten San Francisco strahlen die Knicks extrem aus. Die Bars waren voll in San Francisco – gut, es war auch geschichtsträchtig, dass die Knicks mal wieder die NBA gewinnen. Aber das war irre, weil ja eigentlich das größte Fußballturnier der Welt stattfindet. Trotzdem sind alle in die Sportsbars zum Basketball-Schauen gegangen, und als die Knicks dann Meister waren, waren die Bars wieder einigermaßen leer. Das war eine interessante Beobachtung, zumindest in San Francisco, weil du das einfach nicht gewohnt bist. Es ist egal, welche Partie dann läuft, aber die Leute bleiben normalerweise dort und schauen sich noch irgendetwas anderes an. Hier war es eher: Okay, passt, ich bin für meine Sportart da – und dann ciao, danke, auf Wiedersehen.

Harri Hofstätter: Ein ganz ähnliches Erlebnis hatte ich am Venice Beach in L.A. Da haben zuerst die Dodgers live gespielt, am Nachmittag wurde überall übertragen. Dann war die Partie Brasilien gegen Marokko. Da waren die Sportbars auch ziemlich voll, weil Brasilien einfach zieht. Da waren auch mit Abstand die meisten Fan-Trikots zu sehen. Am Venice Beach waren viele Brasilianer, viele Argentinier, viele Franzosen natürlich auch. Und dann war das Knicks-Spiel, und da war noch mal viel mehr los als beim Brasilien-Spiel. Aber sobald die Knicks fertig waren, kam Schottland gegen Haiti. Das war für den gemeinen US-Sportfan nicht mehr der große Grund, an der Bar sitzen zu bleiben und sich das live reinzuziehen.

Schottland als Vorbild für die ÖFB-Fans

Johnny Hofer: Das Einzige, was ich schade gefunden habe: Es war noch das NBA-Finale. Aber wie dann die schottische Hymne angestimmt worden ist – das ist wirklich eine Empfehlung an alle, die es noch nicht gehört oder gesehen haben. „Flower of Scotland“, das erste Mal Schottland bei einer WM wieder seit 1998. Das ist eindrucksvoll, das ist großartig, und das ist irgendwie auch die Magie von so einer Weltmeisterschaft. Wenn so eine stolze Fußballnation wie Schottland wieder dabei ist, wie das anzusehen ist – das ist unfassbar. Ich hoffe, dass es ähnlich stimmungsvoll wird aus österreichischer Sicht. Schottland hat seit 28 Jahren genau das gleiche Schicksal gehabt wie wir – keine einzige WM-Teilnahme. Wenn den Österreichern ein ähnliches Comeback auf der großen Bühne gelingt, würde ich das schon sehr cool finden.

Harri Hofstätter: Absolut. Und unsere Fans können sich von den schottischen Fans einiges abschauen. Ich habe schottische Fans in L.A. getroffen, die fliegen rüber an die Ostküste, nur um dabei zu sein und Atmosphäre aufzusaugen. Die haben nicht einmal Eintrittskarten, weil die Nachfrage in Schottland unglaublich war, gemessen am Kontingent, das sie bekommen haben. Ich habe sie noch gefragt, ob sie das Sprichwort kennen, dass die schottischen Fans immer vor ihren Postkarten zu Hause sind. Da haben sie sich fürchterlich aufgeregt, weil sie das nicht kennen, und waren völlig entsetzt, ob das irgendwelche Engländer erfunden haben. Wenn unsere Fans in San Francisco beim Auftakt annähernd so Gas geben wie die Schotten beim ersten Spiel ihrer Mannschaft, dann wird das sicher ein tolles Spiel.

Johnny Hofer: Das Sprichwort kenne ich ehrlicherweise gar nicht. Kommt das daher, dass sie als knausrig gelten, oder wie?

Harri Hofstätter: Nein, weil sie so früh ausscheiden, sind die Fans immer schon vor ihren Postkarten zu Hause. Das habe ich schon ein paar Mal gehört – und sie scheiden ja wirklich auch immer in der Vorrunde aus.

Spannung halten und der erste Auftritt

Johnny Hofer: Da müssen wir aus österreichischer Sicht ein bisschen vorsichtig sein. Hoffen wir natürlich, dass es über die Gruppenphase hinausgeht. Zur Partie gegen Jordanien: Ich habe auch Gregoritsch kurz dazu befragt. Eines ist sicher – er ist schon völlig im Game-Mode. Sein Ausblick aufs erste Spiel: Jordanien ist eine sehr gute Mannschaft, wir sind vorgewarnt, wir haben viele Videoanalysen gemacht. Wir müssen an unser Limit kommen, um das Spiel zu gewinnen. Dann bin ich überzeugt, dass wir drei Punkte holen. Die Vorbereitung passt, die Stimmung war super im Teamcamp. Ich kann mir vorstellen, dass sich die vergangenen zwei Wochen jetzt auszahlen. Ich habe mich total auf diese Weltmeisterschaft gefreut, aus sportlicher Perspektive. Aber gerade in den Tagen, bevor die WM tatsächlich losging, konnte ich sie noch überhaupt nicht greifen und habe mir gedacht: Jetzt zahlt sich das alles aus.

Johnny Hofer: Du warst ja auch unterwegs in der Zeit. Ich weiß nicht, wie es dir gegangen ist.

Harri Hofstätter: Es ist insofern auch etwas schwierig für uns, für die österreichischen Fans und auch für die Mannschaft, dass wir so spät dran sind. Das Turnier ist mittlerweile so aufgebläht, dass es fast eine Woche dauert, bis man an die Reihe kommt, wenn man in einer hinteren Gruppe ist. Ich stelle es mir für die Mannschaft nicht leicht vor, die Spannung zu halten. Was ich an dem Tag, an dem ich dort war, mitbekommen habe – und generell, was man von den Journalisten hört, die ständig beim Team vor Ort sind –, ist, dass die Stimmung in der Mannschaft auf jeden Fall extrem gut ist, nach wie vor locker, und dass auch die nötige Spannung aufgebaut wird. Es hängt dann wie immer viel vom ersten Spiel ab. Wenn man sich an die letzten Turniere zurückerinnert, ist das eine oder andere Mal das erste Spiel nicht optimal gelaufen.

Johnny Hofer: Naja, bei den vergangenen zwei Europameisterschaften würde ich das nicht behaupten – aber du sprichst vielleicht 2016 an.

Harri Hofstätter: Ich spreche 2016 an und vor allem auch unsere zwei letzten WM-Teilnahmen, auch wenn die schon extrem lang her sind. Das waren halt die letzten WMs, bei denen wir dabei waren. Bei den letzten zwei EMs hat das anders ausgesehen, das stimmt. Ich bin total positiv. Ich glaube, dass wir Jordanien klar schlagen werden, weil die Qualität einfach viel höher, viel besser ist. Und mit Ralf Rangnick haben wir einen Trainer, der, glaube ich, beinhart auch schwierige Entscheidungen treffen und die Leute spielen lassen wird, die in Topform sind. Das wird den Ausschlag geben in der ersten Partie. Gegen Argentinien und Algerien glaube ich auch, dass wir gewinnen können, weil wir meiner Meinung nach die bessere Qualität haben.

Johnny Hofer: Also beim Thema Algerien würde ich fast gar nicht träumen, weil da wirklich richtig gute Kicker drin sind. Da müssen wir uns erst ein Bild machen, wie sie sich bei der WM schlagen. Aber das ist alles noch so weit weg.

Rangnick-Verlängerung und Milan-Gerüchte

Johnny Hofer: Ich möchte noch über etwas anderes mit dir reden, du hast es schon angesprochen: Ralf Rangnick. Ich habe es einen sehr smarten Move gefunden, dass man so knapp vor Beginn die Vertragsverlängerung bekannt gibt. Das ist schon ein bisschen im Raum gestanden, und niemand konnte richtig greifen, was passiert: Bleibt er, geht er, oder sagt er gar nichts? Und jetzt gehen sie kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft mit der Verlängerung raus. Für mich war das extrem smart. Sie haben ja auch gesagt, sie wollen Klarheit schaffen.

Harri Hofstätter: Smart in dem Sinne, dass es jetzt kurz vor dem ersten Spiel noch mal einen Schub bringt – genau, das stimmt. Unter diesem Gesichtspunkt ist das sicher richtig. Ich persönlich habe mir gedacht, dass es noch besser gewesen wäre, wenn der Schritt, also das An-die-Öffentlichkeit-Gehen, vielleicht schon zu Beginn der unmittelbaren Vorbereitung in den USA erfolgt wäre. Aber das kommt darauf an, wie man es sieht. Ein bisschen habe ich mich über diese Unsicherheit gewundert – über dieses Störfeuer, wenn man es so bezeichnen will, auch wenn das ein bisschen hochgegriffen ist. Diese Milan-Gerüchte, die da ein paar Tage herumgeschwirrt sind, waren ein bisschen irritierend. Aber gut, das wurde dann dementiert, und unmittelbar danach kam die Vertragsverlängerung. Ich denke auch, dass jetzt Klarheit herrscht, und das wird der Mannschaft sicher helfen.

Johnny Hofer: Wie die Milan-Gerüchte aufgekommen sind – und es ist ja bestätigt worden, dass es ein Treffen gegeben hat –, habe ich mir gedacht: Wem könntest du eine Schmeichelei von Milan, die einem nicht ein bisschen den Kopf verdreht, schon übel nehmen? Das war so mein Schlussresümee. Auch wenn Milan aktuell gerade nicht so dasteht, wie man es vielleicht romantisch verklärt im Kopf hat – es ist der AC Milan, ein absoluter Top-3-Club in Italien und aufgrund seiner Geschichte einer der größten Clubs der europäischen Fußballgeschichte. Das mit dem Störfeuer verstehe ich, aber ich habe es auch verständlich gefunden, dass man da mal ins Nachdenken kommt.

Harri Hofstätter: Das ist hundertprozentig klar, das kann man nicht absprechen, es ist ein Top-Club. Und wie gesagt, die Zeitdauer, in der das im Raum gestanden ist, war auch nicht übernatürlich lang. Die Mannschaft wirkt in keinster Weise so, als hätte sie sich davon in irgendeiner Form beeindrucken lassen. Ich glaube, jeder einzelne Spieler war überzeugt, dass Rangnick bleibt. Insofern war das im Team überhaupt kein Thema und hat die Vorbereitung sicher nicht beeinflusst.

Der letzte Tanz einer Generation

Johnny Hofer: Das ist schon ziemlich interessant. Diese Mannschaft peakt jetzt endgültig komplett. Wir werden nach dieser WM einen Umbruch erleben, aber jetzt ist es für viele Spieler einfach der letzte Tanz auf der ganz großen Bühne. Ich spreche natürlich Alaba an, aber vermutlich auch Michi Gregoritsch – das müssen wir schauen. Der hat in unserer letzten Folge ganz klar gesagt, dass das jetzt das Größte ist, was passieren kann. Das finde ich cool, weil diese Mannschaft so gefestigt und gesettelt wirkt. Ich habe nicht das Gefühl, dass die jetzt schnell etwas umhaut. Natürlich hoffe ich, dass es auch ergebnistechnisch gut ausgeht, aber dieser Eindruck hat sich in den vergangenen Monaten und eigentlich auch Jahren ziemlich gefestigt.

Harri Hofstätter: Den Eindruck habe ich auf jeden Fall auch. Ich finde auch richtig gut, dass wir mit Wanner und Mukwelle noch zwei richtig gute X-Faktoren dazubekommen haben. Natürlich schmerzt der Baumgartner-Ausfall extrem. Aber ich finde, die Mannschaft hat dieses gewisse Etwas jetzt auf allen Ebenen. Und was ich mir die ganze Zeit denke, gerade vor dieser WM: Wie du richtig sagst, ist es die ultimative, die größte Bühne. Die haben sich Marko und David hundertprozentig verdient. Was für sie noch im Raum steht – oder wofür sie reif werden –, wäre dieser eine Moment, ein bestimmtes Spiel, das sie für immer in Österreich auf einen Status hebt, den zum Beispiel ein Andi Herzog mit dem Schwedentor erreicht hat. Oder ein Toni Polster mit den drei Toren gegen die DDR oder dem späten Ausgleich gegen Kamerun. Oder ein Herbert Prohaska, oder Krankl mit Córdoba. Das wäre jetzt die WM, die Bühne für die beiden – aber natürlich auch für jeden anderen –, sich auf ein Level zu heben, das bleibend ist.

Johnny Hofer: Wenn du solche speziellen Momente und Tore ansprichst: Beim Gregoritsch habe ich schon ein bisschen das Gefühl, dass ihm dieses Bosnien-Tor bleibt. Das Label hat er drauf, er hat Österreich mit diesem Treffer endgültig zur WM geschossen. Du hast Herzog angesprochen – mit dem verbindet man genau das von damals so stark, obwohl er das Nationalteam über Jahrzehnte geprägt hat. Und beim anderen, was du angesprochen hast, bin ich komplett bei dir: Es wäre die Möglichkeit, und die Zeit ist reif, dass genau so etwas passiert. Es wäre absolut wünschenswert, wenn wir das vielleicht schon gegen Jordanien erleben würden.

Der Gegner Jordanien

Johnny Hofer: Wir müssen noch ein bisschen über den Gegner sprechen. Jordanien ist erstmals bei einer Weltmeisterschaft dabei. Trainer Jamal Sellami ist der größere Name im jordanischen Verband, weil er zumindest schon einmal Afrika-Cup-Sieger geworden ist – mit Marokko 2018, damals allerdings nur als interimistischer Coach. Und was ich interessant finde: Nachdem er sich jetzt für die WM qualifiziert hat – er ist ja eigentlich marokkanischer Staatsbürger –, hat ihm der König gleich einmal die jordanische Staatsbürgerschaft verliehen.

Harri Hofstätter: Ja, finde ich auch einen feinen Zug von ihm. Aber man sieht daran ganz deutlich, welche unglaubliche Bedeutung diese WM-Qualifikation für diese Nationen und Mannschaften hat. Für uns hat sie natürlich auch eine enorme Bedeutung, weil es bei uns so unglaublich lange her ist, dass wir das letzte Mal bei einer WM waren. Aber in diesen Ländern, die jetzt – auch durch die Aufstockung des Teilnehmerfelds und durch ihre Leistungen – zum ersten Mal die Gelegenheit haben, auf der ganz großen Bühne aufzuzeigen, ist das für das ganze Land und auch für die politische Elite eine Riesensache. Das spürt man zum Beispiel in den USA: Diese Internationalität, die das Land insgesamt hat, diese unglaublich verschiedenen Communities, Einwanderergruppen und Kulturen – da finde ich, dass dieser World Cup mit den vielen neuen Nationen und unterschiedlichen Kulturen sehr gut in dieses Land passt. Dieser Melting Pot USA und dieser jetzt wirklich große Melting Pot Fußball-WM sind eine stimmige Mischung, auch wenn Soccer hier nicht die Nummer eins ist.

Johnny Hofer: Ja, die aktuellen politischen Geschehnisse lassen wir jetzt mal außen vor, aber das stimmt schon. Wenn du allein durch San Francisco gehst: Du hast hier das größte Chinatown, das gleich an Little Italy grenzt, und überall hast du Viertel, die sehr stark von gewissen Bevölkerungsgruppen geprägt sind, was das Ganze spannend und schön macht. Und in der Stadt geht das Hand in Hand, das funktioniert. Dann hast du wieder Straßenzüge, wo du glaubst, du bist in Mexico City, weil das Leben da so stattfindet, als ob es Mexiko wäre. Und jetzt sind wir ziemlich abgedriftet – ich würde eigentlich noch über Jordanien sprechen.

Harri Hofstätter: Es geht auch schnell in den USA, in verschiedenste Themen abzudriften.

Johnny Hofer: Der andere, der im Kader bei Jordanien heraussticht, ist ganz klar der Schlüsselspieler Musa Tamari, der einzige Spieler Jordaniens, der in einer Top-5-Liga unterwegs ist. Bei Montpellier hat er mittlerweile, mit 77 Länderspielen und 23 Toren, der 29-Jährige, einen Marktwert von 10 Millionen – das ist die Hälfte des gesamten Kader-Marktwerts. Sie nennen ihn den jordanischen Messi, was ihm überhaupt nicht taugt. Er soll mit seiner Spielweise ein bisschen an Salah erinnern. Ich habe mir Videos angeschaut: Der kann richtig gut kicken und steht klar im Mittelpunkt. Was sind deine Eindrücke?

Harri Hofstätter: Ja, ich habe mit Andy Herzog kurz darüber geredet, beim Teamcamp, und er hat auch Alex Baumgartner darauf angesprochen, ob sie schon auf ihn und seine Qualitäten vorbereitet sind. Ich glaube schon, dass intern fest verankert ist, dass auf ihn besonders aufzupassen gilt – nicht nur auf ihn natürlich, auch auf anderen Positionen ist Jordanien ein unangenehmer Gegner. Aber auch da macht mich diese Sicherheit zuversichtlich, die die Mannschaft im Defensivverbund ausstrahlt, egal ob im defensiven Mittelfeld oder in der Abwehrkette. Und dieses gemeinsame Zurückarbeiten – ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass man gegen Jordanien in ernste Probleme kommt. Es mag vielleicht ein bisschen zu optimistisch sein, aber ich habe das Gefühl, dass wir das Spiel von Anfang an kontrollieren werden und mit der richtigen Einstellung in die Partie gehen.

Schiedsrichter, Ergebnis-Tipps und Verabschiedung

Johnny Hofer: Was für mich auch eine Weltmeisterschaft ausmacht, ist, dass man Schiedsrichter sieht, die man sonst überhaupt nicht mitbekommt. Die Partie wird vom mauretanischen Schiedsrichter Dahane Beida gepfiffen, der ebenfalls sein WM-Debüt gibt, 34 Jahre alt. Aber er hat bei der Club-WM in den USA 2025 unter anderem das Gruppenspiel Real gegen Salzburg geleitet. Allerdings kennt ihn Alexander Schlager nicht, weil er bei der Club-WM verletzt war. Er hat schon Finalerfahrung beim Afrika-Cup 2024 und auch bei Olympia. Also ein erfahrener Mann, der die große Bühne kennt, den wir aber logischerweise überhaupt nicht kennen. Auch das finde ich cool, weil wir so europazentriert sind, was auch Schiedsrichter angeht, dass man da mal den Vergleich bekommt. Harri Hofstätter: Ja, und es bringt auch einen zusätzlichen Spannungsfaktor rein, finde ich. Weil man überhaupt nicht weiß – als Zuschauer schon gar nicht, aber auch die Mannschaft nicht –, welche Linie er hat oder wie er die Partie leitet. Es ist nicht unspannend zu sehen, wie er mit dem Druck zurechtkommt. Für ihn ist es ja auch die größte Partie seiner Karriere bis jetzt, oder eine der größten.

Johnny Hofer: Er hat das Afrika-Cup-Finale 2024 gepfiffen. Aber eine WM ist noch mal ein anderes Tier.

Harri Hofstätter: Ja, stimmt schon. Und da heißt es am Anfang wahrscheinlich auch mal aufpassen und schauen, wie seine Linie aussieht, was er mag und was nicht, wo man die Grenzen ausreizen kann und wo nicht. Ich finde es immer extrem interessant bei einer WM, dass man nicht wieder dieselben Schiedsrichter in jedem Spiel sieht, die man aus Champions League, Europa League, Conference League und so weiter schon zur Genüge kennt. Das finde ich auch spannend.

Johnny Hofer: Du, jetzt brauche ich noch einen Ergebnis-Tipp von dir.

Harri Hofstätter: Mein Ergebnis-Tipp ist 3:0. 

Johnny Hofer: Okay, das ist definitiv sehr klar. Ich sage, es geht 2:0 aus, für Österreich. Ich freue mich schon sehr, wenn es endlich losgeht. Danke an euch und danke an dich, Harri, fürs Dabeisein. Nach der Partie, nach dem hoffentlich geglückten Auftakt, melden wir uns wieder aus San Francisco. Das war es einmal zum Auftakt von der amerikanischen Westküste. Österreich gegen Jordanien – es geht los. Die WM startet jetzt auch für Rot-Weiß-Rot. Und wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere uns gerne und verpasse keine weiteren Episoden von Ohne Filter, jetzt eben in der WM-Edition. Wenn du außerdem die Video-Episoden sehen möchtest, findest du unseren gesamten Katalog auf dem Canal+ YouTube-Kanal. Ohne Filter ist ein Canal+ Podcast, produziert von Pestbüro Digital.