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Behind the Scenes: Filmland Österreich

Österreichischer Film und CANAL+

Auf CANAL+ sind österreichische Kultklassiker und die allerneusten Blockbuster zuhause. Seit dem 1. August befindet sich CANAL+ auch in einer Partnerschaft mit österreichischem Vertrieb Hoanzl, unzählige Filme aus Österreich sind nun auf CANAL+ verfügbar. Den ganzen August könnt ihr euch noch auf weitere Highlights freuen, täglich kommen neue Filme dazu. Ein paar ganz besondere Filme die uns berührt haben findest du hier auf unserem Blog. In diesem Blog erfährst du alles über die wichtigsten Player aus der Produktion und dem Vertrieb im Filmland Österreich.

Öffentliche Förderung

Die Filmförderung des österreichischen Filminstituts (kurz ÖFI) bietet den Grundstein für die Filmproduktion in Österreich. Ohne Förderung aus der öffentlichen Hand könnte hierzulande kein Film produziert werden. Gefördert werden Drehbuchentwicklung, Projektentwicklung, Herstellung und Distribution. Ebenfalls werden Weiterbildungsmöglichkeiten für Filmschaffende gefördert. Das ÖFI bietet zum traditionellen Förderprogramm noch ÖFI+, einen weiteren Fördertopf zur Finanzierung von Filmen. Für Einhaltung einer Frauenquote und Green-Filming Maßnahmen gibt es jeweils noch einen Bonus. Die Förderung des ÖFI ist auf Landesebene. Voraussetzung ist das der Film von einer österreichischen Produktionsfirma mit überwiegend österreichischer Crew produziert wird. Diese Förderung gilt als Basisförderung bedeutet also, das der Großteil des Budgets aus dieser Quelle stammt. Weitere Förderungen dienen lediglich dazu das Budget zu komplimentieren.

Neben der Landesförderung gibt es in jedem Bundesland eine regionale Förderstätte. Solche Förderungen bezeichnet man als Spitzenförderungen, und sollen die Basisförderung nur erhöhen. Voraussetzung ist hierbei das bestehen einer Basisförderung, der Film muss ebenfalls einen gewissen Anteil seines Budgets in der Förderregion ausgeben. Regionale Förderer wären zum Beispiel der Film Fonds Wien oder die Filmförderung Niederösterreich. Für Kunst- und Experimentalfilme, die nicht darauf abzielen kommerziell erfolgreich ausgewertet zu werden, gibt es die Förderung des BMWKMS auf Landesebene oder die Förderung des MA7 in Wien.

Auf der europäischen Ebene gibt es die EU-Förderung von Creative Europe Media namens EURIMAGES, die Produktionen sowie Ko-Produktionen innerhalb der EU fördert. Für Filmproduktionen aus dem Ausland, die in Österreich Filmdrehs abhalten, gibt es FISA+, ein Steuerbonus der das Drehen in Österreich attraktiv macht. Der ORF bietet im Rahmen des Film- und Fernsehabkommens eine weitere Fördermöglichkeit und beteiligt sich an ausgewählten, bereits vom ÖFI geförderten Projekten.

Ko-Produktion

Oft ist der heimische Fördertopf ausgereizt, mit weiterem Geld ist nicht mehr zu rechnen, das Budget ist aber noch nicht gegenfinanziert. Für solche, meist aufwendigere Projekte, gehen Produktionsfirmen in die Ko-Produktion mit anderen Produktionsfirmen. Der Vorteil hierbei ist, das man den Fördertopf eines anderen Landes durch seinen Partner anzapfen kann. Der Film muss inhaltlich einen Konnektor haben, teile des Films müssen in dem Partnerland gedreht werden, sprich Geld muss dort ausgegeben werden. Dies kann durch das Anstellen von Personal, Drehs im Land, oder der Durchführung der Postproduktion erreicht werden. Die Rechte des Films werden geteilt, sowie die Kosten und Risiken. Die Einnahmen werden nach Region geteilt (Beispiel Deutsch-Österreichische Produktion: Ö-Firma kriegt Rechte und Einnahmen Österreich, D-Firma kriegt die Rechte und Einnahmen Deutschland, Einnahmen Rest der Welt werden geteilt). Ko-Produktionen können über Festivals und Filmmärkte organisiert werden, oft sucht man sich Partner die schon ähnliche Filme produziert haben, bereits mehrere Ko-Produktion durchgeführt haben oder langjährige Partner sind.

Ko-Produktionen sind nur möglich, wenn die Herkunftsländer der Firmen einen Ko-Produktionsvertrag abgeschlossen haben, der diese ermöglicht und die gesetzlichen Rahmenbedingungen regelt (Finanzielle Beteiligung, Einnahmenregelung etc.). Für die EU gibt es ein Länderübergreifendes Abkommen, innerhalb der EU ist also jede Ko-Produktion zugelassen. Sollte es zwischen einzelnen Ländern ein Abkommen geben gelten die Bedingungen dieses Abkommens ebenfalls in Tandem mit dem EU-Abkommen.

Fernsehproduktion

Fernsehfilme und Serien werden von öffentlichen und privaten Fernsehsendern und Streamern in Auftrag gegeben. Dies geschieht entweder in Auftragsproduktion oder Eigenproduktion. Bei einer Auftragsproduktion wird eine Produktionsfirma beauftragt eine Sendung zu produzieren, die inhaltliche Führung kommt vom Auftraggeber, die Produktion ist nur für den Ablauf der Produktion zuständig. Die Rechte, Kosten und Einnahmen liegen beim Sender, der Produzent wird entlohnt. Bei einer Eigenproduktion wird die Sendung vom Produzenten entwickelt und dann an Sender/Streamer verkauft. Die Rechte werden geteilt, die Kosten, das Risiko und die Einnahmen werden ebenfalls zwischen Sender und Produktionsfirma veretilt.

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